Der amerikanische Geheimdienst CIA hat rund 12 Millionen Seiten aus Geheimdokumenten der vergangenen 50 Jahre online gestellt. In den Papieren geht es unter anderem um Details zu Nazi-Verbrechen in Deutschland, um die Kubakrise und um die Diskussion über ein Attentat auf Fidel Castro, wie das US-Magazin The Verge berichtet. 

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hatte demnach schon 1995 die Deklassifizierung von Geheimdokumenten angeordnet, die älter als 25 Jahre und von "historischer Bedeutung" sind. Bislang seien die Dokumente allerdings lediglich über Computer in den US National Archives in College Park, Maryland, einsehbar gewesen.

Journalisten und Wissenschaftler hatten lange dafür gekämpft, die Datenbank mit dem Namen CREST (CIA Records Search Tool) der gesamten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Schweinebucht und Kubakrise

Im sogenannten Electronic Reading Room der CIA lassen sich nun Geheimpapiere unter anderem zur Invasion in der Schweinebucht 1961, zur Kubakrise im Jahr 1962, aber auch zu einem CIA-Forschungsprogramm über die Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle mit dem Namen MK ULTRA einsehen.

Zwar seien nicht alle Dokumente aus der betreffenden Zeitspanne zugänglich. Allerdings seien keine Unterlagen nachträglich als geheim eingestuft worden, bevor CREST online gegangen sei, sagte der CIA-Informationsdirektor, Joseph Lambert, zu BuzzFeed