Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat sich über den ihr nahestehenden Sender Radio Andalus zu einem Angriff auf ein Hotel in Mogadischu bekannt. Bei dem Anschlag wurden 18 Menschen getötet – unter ihnen auch ein Selbstmordattentäter sowie fünf weitere Angreifer. Etwa 40 weitere Menschen wurden verletzt.

Zuerst detonierte am Mittwochmorgen ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor dem Eingang des Hotels Dayah, wie die Polizei mitteilte. Bewaffnete Männer hätten danach das dreistöckige Gebäude gestürmt.



Die erste Explosion am frühen Morgen war in der gesamten Stadt zu spüren. Ein zweites Fahrzeug explodierte gegen 7.30 Uhr (MEZ) in der Nähe des Hotels, wie der Polizeibeamte Mohamed Dahir mitteilte. "Es ist einer der schwersten Terrorangriffe in der Hauptstadt", sagte der Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan. Sicherheitskräfte konnten die Belagerung des Hotels eigenen Angaben zufolge beenden.

Bei der zweiten Explosion sollen nach Angaben eines AFP-Reporters auch mehrere Journalisten verletzt worden sein, die über den Anschlag berichten wollten.

Das Hotel in der somalischen Hauptstadt wird von vielen Beamten und Geschäftsleuten genutzt.  Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen auch Abgeordnete des kürzlich gewählten Parlaments in dem Hotel gewesen sein. Es liegt im Stadtzentrum nahe dem Parlament.

In dem Land am Horn vorn Afrika herrscht seit dem Sturz des somalischen Machthabers Siad Barre im Jahr 1991 ein Bürgerkrieg. Seitdem gibt es keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die Shabaab-Miliz kontrollierte über Jahre einen großen Teil des Landes. Sie verübt noch immer Anschläge.