Bei der niederländischen Parlamentswahl am 15. März werden die Stimmen von Hand ausgezählt, um Manipulationen auszuschließen. Hackerangriffe fremder Staaten sollen so verhindert werden, teilte Innenminister Roland Plasterk in Den Haag mit. Über der Abstimmung und Auszählung dürfe nicht der Schatten eines Zweifels schweben, betonte der Minister in einem Brief an das Parlament. Die sonst bei Wahlen eingesetzte Software war nach Medienberichten extrem anfällig für Manipulationen von außen.

Die Niederländer stimmen im März daher mit einem roten Buntstift ab, danach werden die Stimmen in den Wahllokalen von Hand ausgezählt. Die Ergebnisse werden anschließend von einer Person zu den regionalen Wahlbüros gebracht. Erst in den zentralen Büros des Wahlrates sollen Computer eingesetzt werden.

Der Minister hatte bereits nach der US-Wahl davor gewarnt, dass andere Staaten auch die Wahl in den Niederlanden manipulieren könnten. Die frühere US-Regierung hatte Russland beschuldigt, die Computer der Demokraten gehackt zu haben, um Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen.