US-Präsident Donald Trump will das Atomwaffenarsenal der USA ausbauen. Die USA seien hier zurückgefallen und müssten wieder "ganz nach oben" kommen, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Zugleich kritisierte er, dass Russland Marschflugkörper stationiert und damit Abrüstungsabkommen verletzt habe. Dies werde er mit Präsident Wladimir Putin erörtern, sollte er diesen treffen.

Kürzlich hatte Trump noch erklärt, es solle deutlich weniger Nuklearwaffen geben. "Mal sehen, ob wir ein paar gute Deals mit Russland machen können", hatte er in einem Interview mit der Times und der Bild gesagt. Ende Januar wiederum, in seinem ersten Telefonat mit Putin, schien Trump Bedenken über das nukleare New-Start-Abrüstungsabkommen zu haben. Reuters hatte damals gemeldet, dass der US-Präsident zudem nicht genau zu wissen schien, um welches Abkommen es sich dabei überhaupt handelt.

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach Bewunderung für Putin gezeigt und auch nach Amtsantritt erklärt, es wäre doch eine gute Sache, wenn sich die USA und Russland annäherten. "Nur 'dumme' Leute oder Idioten können glauben, dass das schlecht ist!", schrieb er dazu auf Twitter.

Mit Blick auf die Europäische Union veränderte Trump seine Haltung. "Ich bin absolut für die EU", sagte Trump. "Ich denke, dass sie wundervoll ist." Bisher hatte sich Trump immer negativ über die Staatengemeinschaft geäußert. So etwa, als er die EU als "Vehikel für Deutschland" bezeichnet hatte.