Wie zwei Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, sollen die Richter vorübergehend in Städten wie New York, Miami und San Francisco tätig werden. In den zwölf ausgewählten Großstädten wohnen vergleichsweise viele Papierlose, die einer Straftat beschuldigt werden. Die meisten dieser Städte sind zugleich sogenannte Sanctuary Cities, die Einwanderer nicht an die Polizei- und Zollbehörde (ICE) ausliefern.

Eine Sprecherin der zuständigen Abteilung des Ministeriums bestätigte, dass die zwölf Städte für den möglichen Einsatz solcher Richter vorgesehen seien, nannte aber keine Details.

USA - Einwanderer fürchten schnelle Abschiebung Ein Handyvideo eines Mädchens dokumentiert, wie ihr mexikanischer Vater auf der Straße festgenommen und abgeführt wird. Viele Einwandererfamilien in Los Angeles fürchten jetzt dasselbe Schicksal. © Foto: Screenshot/AFP

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, "zwei bis drei Millionen" Einwanderer ohne Papiere abzuschieben. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar hatte er einen Erlass unterzeichnet, nach dem Einwanderer mit offenen Strafverfahren bevorzugt abgeschoben werden sollten, unabhängig vom Ausgang ihres Gerichtsverfahrens. Wer verdächtigt wird, mit einem gefälschten Sozialversicherungsausweis gearbeitet und Steuern bezahlt zu haben, muss damit ebenfalls mit einer Abschiebung rechnen.