Donald Trump will die Ausgaben der US-Regierung für den Klimaschutz drastisch zusammenkürzen. Das Budget der Umweltbehörde EPA solle um ein Viertel reduziert und die Mitarbeiterzahl um ein Fünftel gekürzt werden, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Washington Post berichtet über entsprechende Pläne, in die sie Einsicht hatte.

Trump hatte bereits angekündigt, dass er den Militärhaushalt um 54 Milliarden US-Dollar aufstocken und deshalb in anderen Bereichen sparen werde. Es werde erwägt, das Budget für die Entwicklungshilfe deutlich zu reduzieren und auch beim Außenministerium und der Umweltbehörde EPA zu sparen, sagten Insider aus der Regierung diese Woche. Solchen Budgetänderungen müsste der US-Kongress zustimmen. Dort haben die Republikaner in beiden Kammern eine deutliche Mehrheit.

Den Angaben der Washington Post zufolge würden der EPA pro Jahr nur noch 6,1 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stehen statt derzeit 8,2 Milliarden. Das Personal solle von 15.000 auf 12.000 Mitarbeiter verringert werden. Einzelne Bereiche werden noch stärker gekürzt als andere, beispielsweise ein Programm, bei dem es um den Ausstoß von Klimagasen wie Methan geht. 38 weitere Programme werden gänzlich gestrichen, etwa eines, das die Sanierung von Industriegebieten zum Ziel hat oder eines, das bislang die indigene Bevölkerung in Alaska unterstützte.

Zwar hat Trump zugesichert, er werde sich dafür stark machen, dass die Wasser- und Luftqualität in den USA nicht leide. Gleichzeitig macht sich der Republikaner für die Öl- und Gasindustrie stark und will die Regulierung für diese Firmen zurückschrauben. In seinen ersten Amtstagen unterzeichnete er außerdem ein Dekret, dass den Bau zweier umstrittener Pipelines genehmigte. Eine davon, die Dakota-Access-Ölpipeline, führt mitten durch ein Gebiet, das von den indigenen Sioux bewohnt wird.

Trump hatte außerdem vor seiner Amtszeit angekündigt, er werde sich der EPA "in fast jeder Hinsicht" entledigen und nur noch wenige kleine Teile der Behörde intakt lassen. Mit Scott Pruitt sitzt zudem seit Kurzem ein Klimawandelskeptiker an der Spitze der Behörde.