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Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte kann weiterregieren: Seine rechtsliberale Partei VVD hat die Parlamentswahl deutlich gewonnen, wie direkt nach Schließung der Wahllokale um 21 Uhr eine erste Prognosen zeigte. Die Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) sicherte sich demnach 31 der 150 Sitze. Die Partei für die Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders blieb dagegen weit hinter den Erwartungen zurück. Sie kommt der Prognose des niederländischen Fernsehens zufolge auf 19 Sitze und liegt damit gleichauf mit der christdemokratischen CDA und der sozialliberalen Partei D66.

Ruttes bisherige Regierungskoalition büßte bei den Wählern allerdings deutlich ein. Seine VVD verlor gegenüber der letzten Wahl 2012 zehn Sitze. Noch größere Verluste musste Ruttes Koalitionspartner, die sozialdemokratische Arbeitspartei (PvdA), hinnehmen: Sie kommt nur noch auf neun Sitze. Bisher war sie mit 36 Abgeordneten im Parlament vertreten. Die GrünLinks-Partei vervierfachte dagegen die Zahl ihrer Sitze auf 16.

Laut ersten Prognosen ziehen 13 Parteien ins Parlament ein. In den Niederlanden gibt es – anders als etwa in Deutschland – keine Sperrklausel, so dass auch kleine Parteien mit niedriger Stimmenzahl Sitze in der Volksvertretung erhalten.

Für die absolute Mehrheit im Parlament sind 76 Sitze notwendig. Die VVD von Premier Rutte müsste somit voraussichtlich eine Koalition mit drei weiteren Parteien bilden. Zusammen mit der konservativen CDA, der D66 und der GrünLinks-Partei käme die VVD auf eine Mehrheit. Ein Bündnis mit Wilders' PVV hatte sie schon vor der Wahl ausgeschlossen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 82 Prozent und damit deutlich höher als vor fünf Jahren, als sich knapp 75 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten. Insgesamt waren rund 13 Millionen Niederländer aufgerufen, zur Wahl zu gehen.