Die USA verändern den Fokus ihrer Syrienpolitik. Die Regierung unter Präsident Donald Trump konzentriere sich nicht länger darauf, "Assad loszuwerden", sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. Man suche eine langfristige politische Lösung für den Konflikt. Dabei wollten die USA auch mit Regionalmächten wie der Türkei zusammenarbeiten.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad stelle zwar weiterhin ein Hindernis für den Frieden dar, aber man werde sich nicht so sehr auf ihn fokussieren wie Barack Obama das getan habe, sagte Haley. Der ehemalige US-Präsident hatte ebenso wie die Rebellen Assads Rückzug von der Macht zu einem politischen Ziel erklärt.

Die syrischen Regierungsgegner bekräftigten ihre Forderung nach einer Entmachtung des syrischen Staatschefs. "Die Opposition wird niemals akzeptieren, dass Baschar al-Assad zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rolle spielt", sagte der Sprecher des Hohen Verhandlungskomitees (HNC), Monser Machus. "Wir werden unseren Standpunkt nicht ändern." In Genf laufen derzeit unter der Vermittlung der vereinten Nationen Friedensgespräche zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen. Entscheidende Fortschritte wurden bei den bisherigen Verhandlungsrunden nicht erzielt. 

Seit sechs Jahren herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Laut Angaben den UN-Flüchtlingshilfswerks (UNCHR) sind mehr als fünf Millionen Menschen geflüchtet. Neben der Regierungsarmee von Assad und den oppositionellen Rebellen mischen auch einige Islamistenmilizen im Bürgerkrieg mit. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrolliert Teile des Landes und die Großstadt Rakka.