US-Präsident Donald Trump will Verbote für Öl- und Gasbohrungen vor den Küsten der USA neu bewerten lassen. Dazu will der Präsident am heutigen Freitag ein entsprechendes Dekret unterzeichnen, wie Innenminister Ryan Zinke in Washington sagte. Sein Ministerium soll einen Plan auf den Prüfstand stellen, der für fünf Jahre vorschreibt, in welchen Gewässern gebohrt werden darf und in welchen nicht.

Trump geht damit erneut gegen zentrale umweltpolitische Maßnahmen seines Vorgängers Barack Obama vor. Dieser hatte kurz vor dem Ende seiner Amtszeit Bohrungen in weiten Teilen der arktischen Gewässer und im Atlantik verboten.

Die Erschließung von neuen Öl- und Gasfeldern vor den Küsten der USA wird in einem Fünfjahresplan reguliert. Dieser gilt für den Zeitraum von 2017 bis 2022. Zinke soll ihn nun neu bewerten. Außerdem will Trump mit dem Dekret Obamas Maßnahme rückgängig machen, dass Teile der Arktis für Bohrungen gesperrt sind.

In den arktischen Gebieten der USA vor Alaska werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. Allerdings sind die technischen und logistischen Anforderungen für Bohrungen extrem hoch. Nur wenige Firmen weltweit sind überhaupt in der Lage, Bohrungen dort anzugehen.