Die irakische Armee hat dem sogenannten "Islamischen Staat" (IS) den Einsatz chemischer Waffen vorgeworfen. IS-Kämpfer hätten am Samstag vorrückende Soldaten nahe der Stadt Mossul mit Granaten beschossen, "die mit giftigem chemischen Material gefüllt waren", sagte das Oberkommando der irakischen Streitkräfte.

Die chemischen Waffen hätten allerdings nur "begrenzte Verletzungen" bei den Soldaten verursacht. Niemand sei getötet worden, sagte das Oberkommando. In jüngerer Vergangenheit hatten irakische Behörden der Dschihadistenmiliz schon mehrfach den Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen.

Mit Unterstützung der USA führt Iraks Armee derzeit eine Großoffensive zur Rückeroberung der Stadt Mossul vom IS aus. Die irakischen Truppen konnten den IS zuletzt aus weiten Teilen der Stadt vertreiben. Bei der Offensive auf Westmossul wurden mehr als 300 Zivilisten getötet. Die UN wirft dem IS vor, Menschen als Schutzschilder benutzt zu haben.