Der Chef der US-Umweltbehörde Epa, Scott Pruitt, hat zum Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aufgerufen. "Paris müssen wir wirklich genau überprüfen, meiner Meinung nach müssen wir aussteigen", sagte er dem TV-Sender Fox.

Das Abkommen sei ein schlechter Deal für die USA, ergänzte er: "China und Indien haben durch den Vertrag keine Verpflichtungen bis 2030. Wir müssen dagegen alle Kosten vorauszahlen." Pruitt hatte schon früher das Pariser Abkommen scharf kritisiert, doch bisher sei er nie so weit gegangen, den Ausstieg zu fordern, berichtete die Washington Post.

Präsident Donald Trump hatte Pruitt zum Epa-Chef berufen. Bereits kurz nach seiner Bestätigung durch den Senat sorgte Pruitt für Empörung, als er die Ursachen des Klimawandels infrage stellte.

Auch Trump hatte im Wahlkampf den menschengemachten Klimawandel angezweifelt und angekündigt, Umweltschutzverordnungen zu lockern. Sogar die Epa wollte er auflösen. Im Amt begann er dann, die Klimaschutzpolitik seines Vorgängers Barack Obama rückgängig zu machen. So hob er mehrere Klimaschutzbestimmungen auf, mit denen Obama den CO2-Ausstoß von Kohlekraftwerken deutlich reduzieren und die Methangasemission in der Erdöl- und Gasgewinnung bremsen wollte. Zudem versprach Trump der Kohleindustrie ein Comeback. Den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen dagegen hatte Trump bisher nicht vorangetrieben, obwohl er auch das im Wahlkampf angekündigt hatte.