In der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der philippinischen Armee und kommunistischen Rebellen haben sich die beiden Seiten im Grundsatz auf einen vorübergehenden Waffenstillstand verständigt. Die Einigung wurde bei Gesprächen der philippinischen Regierung von Präsident Rodrigo Duterte und den Rebellen in den Niederlanden erzählt.

Nach Angaben von Präsidentenberaters Jesus Dureza müssen allerdings noch eine Reihe offener Fragen geklärt werden, bevor die Vereinbarung tritt. Das Rebellenbündnis teilte mit, es müsse unter anderem geklärt werden, ob die Aufständischen sich "einer alleinigen Regierungsmacht und Besteuerung" unterwerfen müssten.

Die nächste Runde der Gespräche soll nach Angaben beider Seiten Ende Mai stattfinden. In einer gemeinsamen Erklärung, die zum Abschluss der Verhandlungsrunde am Mittwoch unterzeichnet wurde, bekundeten Regierung und Rebellen ihren Willen, die Gespräche fortzuführen, um zu einer "umfassenden und stabileren" Vereinbarung zu kommen.

Der Aufstand der Neuen Volksarmee, des bewaffneten Arms der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), ist einer der am längsten andauernden Konflikte in Asien. Unabhängig davon gibt es auf den Philippinen den Moro-Konflikt, in dem islamistische Gruppen eine Abspaltung anstreben.

Die kommunistischen Rebellen kämpfen seit 1969 für einen Staat in einigen Provinzen des Philippinen-Archipels. Dabei wurden bis 2008 etwa 43.000 Menschen getötet. Immer wieder gab es Friedensverhandlungen – zuletzt im August 2016, die aber jedes Mal scheiterten.