Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem mutmaßlichen Anschlag in Schweden den Verletzten, Angehörigen, Rettern und Polizisten ihr Mitgefühl ausgesprochen. "Wir stehen zusammen gegen den Terror", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zuvor war ein Lastwagen in der Stockholmer Innenstadt in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gefahren. Mehrere Menschen wurden getötet. Schwedens Regierung sprach von einer Terrortat.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte sich solidarisch mit den Opfern. "Mit Erschütterung habe ich während meines Besuchs in Athen von dem brutalen Angriff auf unschuldige Menschen in Stockholm erfahren", teilte Steinmeier mit. "Auch wenn die Hintergründe noch unklar sind: Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Opfern und Verletzten, bei unseren schwedischen Freunden und allen Menschen in Stockholm", teilte der Bundespräsident weiter mit.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: "Ein Angriff auf eines unserer Mitgliedsländer ist ein Angriff auf uns alle." UN-Chef António Guterres verurteilte den mutmaßlichen Anschlag: "Die Vereinten Nationen stehen solidarisch mit dem Volk und der Regierung von Schweden." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte: "Die Nachrichten, die aus Stockholm kommen, sind schrecklich."

Auch Außenminister Sigmar Gabriel und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault zeigten sich entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag. "Dass nun auch Schweden Opfer eines solchen Terroraktes geworden sein soll, erschüttert uns zutiefst", sagten die beiden Außenminister am Rande einer gemeinsamen Mali-Reise. "Das Engagement unseres nordischen Nachbarn für Menschenrechte, für Frieden und Gerechtigkeit ist buchstäblich. Umso größer ist jetzt unser Entsetzen angesichts der Bilder mitten aus dem Herzen Stockholms." Frankreichs Staatspräsident François Hollande fügte hinzu: "Der ununterbrochene Kampf gegen den Terrorismus muss eine Priorität der europäischen Solidarität sein."

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz äußerte sich auf Twitter bestürzt über den mutmaßlichen Terroranschlag in Schwedens Hauptstadt.

Russlands Präsident Wladimir Putin sprach Schweden sein Mitgefühl aus. "In unserem Land kennen wir die Grausamkeiten des internationalen Terrorismus nicht nur vom Hörensagen", hieß es in einem Schreiben Putins an den schwedischen König Carl XVI. Gustaf der Agentur Interfax zufolge. "In dieser schwierigen Stunde trauern die Russen gemeinsam mit dem schwedischen Volk." Putin wünschte den Verletzten eine baldige Genesung. Erst am Montag waren durch einen Anschlag in der U-Bahn der russischen Stadt St. Petersburg 14 Menschen getötet worden, mehr als 50 Menschen wurden verletzt.

Stockholm - Das Anschlagsschema von Stockholm Beim dem Angriff in Stockholm wurde erneut ein Kraftfahrzeug benutzt. Seit wann und von wem wird die Methode eingesetzt? © Foto: TV 4/AFP-TV

Vor zwei Wochen hatte ein Attentäter in London einen Angriff nach ähnlichem Muster mit einem Pkw verübt, in der Nähe des britischen Parlaments waren mehrere Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden. Londons Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich nun solidarisch mit den Bürgern der schwedischen Hauptstadt. London stehe geeint mit Stockholm und seinen Bürgern, teilte Khan mit. "Die Londoner wissen, wie es sich anfühlt, sinnlosen und feigen Terrorismus zu ertragen." 

"Solche Angriffe sollen die Saat der Angst säen, aber in Wirklichkeit bestärken sie uns nur in unserer gemeinsamen Entschlossenheit, den Terrorismus weltweit zu bekämpfen", sagte Mark Toner, ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die USA boten der schwedischen Regierung Hilfe bei den Ermittlungen an.

Stockholm - Lkw fährt in Menschenmenge In der Innenstadt von Stockholm ist ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren. Mehrere Menschen wurden getötet.