Nach dem Anschlag in Stockholm plant die schwedische Regierung eine Verschärfung des Antiterrorgesetzes. In einem Eilverfahren soll diskutiert werden, ob der Umgang mit Terrororganisationen strafbar werden soll, teilte Justizminister Morgan Johansson mit. Bislang ist es in Schweden nur verboten, als Terrorkämpfer in den Krieg zu ziehen und Terrororganisationen zu finanzieren – aber nicht, ihnen anzugehören.

"Solche Lücken sollten wir nicht haben", sagte Johansson. Die rot-grüne Regierung will demnach vor dem Ende ihrer Amtszeit im kommenden Jahr einen Gesetzesvorschlag vorlegen. Nach schwedischen Medienberichten unterstützen sieben von acht Parteien im Reichstag den Vorschlag.

Bei dem Anschlag am vergangenen Freitag waren vier Menschen getötet und 15 verletzt worden. Ein Terrorist war dabei mit einem Lastwagen in einer großen Einkaufsstraße in eine Menschenmenge gefahren. Der Attentäter fuhr zudem in das Kaufhaus Åhléns.

Ein 39-jähriger Usbeke hat die Tat gestanden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Er hat nach Angaben der Ermittler mit islamistischen Organisationen wie der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sympathisiert. Ob er ihr angehörte, ist unklar. Der IS hat sich bislang nicht zu dem Anschlag bekannt.