Der festgenommene 39-jährige Usbeke hat den mutmaßlichen Terroranschlag in Stockholm gestanden. Er habe zugegeben, "ein terroristisches Verbrechen" begangen zu haben, sagte sein Pflichtverteidiger Johan Eriksson bei der Verhandlung über einen Antrag auf Haftbefehl gegen den Verdächtigen. Der restliche Teil der Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt. Die Richterin ordnete Untersuchungshaft an.

Der Verdächtige selbst äußerte sich bei dem Gerichtstermin nicht. Er hat am Montag laut einem Gerichtsdokument verlangt, seinen Pflichtverteidiger durch einen Anwalt sunnitischen Glaubens zu ersetzen. Dem Mann droht eine lebenslange Haftstrafe. Bis zum 11. Mai müsse Anklage gegen den Mann erhoben werden, teilte das zuständige Gericht in Stockholm mit.

Der mutmaßliche Täter hatte am Freitag in Stockholm einen Lastwagen in einer großen Einkaufsstraße zunächst in eine Menschenmenge und dann in das Kaufhaus Åhléns gesteuert. Durch den Anschlag tötete er vier Menschen, 15 Personen wurden verletzt. Wenige Stunden nach er Tat wurde der Mann festgenommen.

Er sollte aus Schweden abgeschoben werden. 2014 stellte der Mann einen Antrag auf Aufenthaltsrecht in Schweden. Zwei Jahre später war dieser abgelehnt worden. Der Aufforderung, das Land zu verlassen, kam er aber nicht nach und tauchte stattdessen unter.

Dem Geheimdienst war er seit dem vergangenen Jahr bekannt. Nach Angaben der Ermittler hegte der Verdächtige Sympathien für extremistische Organisationen wie die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Polizei hatte am Sonntag eine weitere Person festgenommen. Angaben zu Alter und Geschlecht der Person machten die Ermittler nicht. Ob und wenn ja, welche Verbindung zwischen den beiden Verdächtigen besteht, ist ebenfalls nicht bekannt.