Die US-Regierung hat ihre Forderung an Twitter, die Informationen über den Account eines Trump-kritischen Accounts offenzulegen, zurückgezogen. Twitter hatte mit einer Klage wegen Verletzung der Meinungsfreiheit gedroht. Diese Klage zog das Unternehmen zurück, nachdem die Regierung von ihrem Verlangen nach Aufklärung zurückgetreten war. Die beteiligten Ministerien lehnten eine Stellungnahme ab.

Die schnelle Reaktion der US-Behörde zeige, dass deren Forderung von Beginn an nicht mit der Verfassung vereinbar gewesen sei, sagte Anwältin Esha Bhandari von der Amerikanischen Bürgerrechtsunion, die den Nutzer des Kontos vertritt. Twitter hatte argumentiert, dass die Forderung gegen den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung verstoße, der die Rede- und Meinungsfreiheit garantiert. Dieser schließe das Recht ein, sich anonym oder pseudonym kritisch zu äußern. 

In dem Fall geht es um das Twitter-Konto @ALT_uscis, das sich als Watchdog der nationalen Einwanderungs- und Ausländerbehörde (USCIS) versteht und laut Gerichtsunterlagen von mindestens einem Mitarbeiter der Heimatschutzbehörde betrieben wird. Dort werden seit zwei Monaten kritische Tweets über die Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump abgesetzt; zudem werden Zeitverschwendung und Misswirtschaft in der USCIS-Behörde kritisiert.

ALT_uscis geht aus dem Fall als Sieger hervor: Innerhalb eines Tages stieg die Anzahl der Follower des Accounts von 100.000 auf 170.000.