Rund drei Monate nach seiner Amtseinführung hat US-Präsident Donald Trump den vorletzten noch offenen Kabinettsposten besetzt. Der Senat billigte die Ernennung des früheren Gouverneurs des Bundesstaates Georgia, Sonny Perdue, zum neuen Landwirtschaftsminister. Zu Verzögerungen geführt hatten die zahlreichen geschäftlichen Verstrickungen des 70-jährigen, die aufgelöst werden mussten. Bedenken gab es bei einigen Senatoren auch, weil der im Januar nominierte Tierarzt nicht aus einem der großen Agrar-Bundesstaaten stammt.

Letzter offener Posten im Kabinett ist der des Arbeitsministers. Hier steht die Bestätigung des Juristen Alexander Acosta noch aus. Der ursprüngliche Trump-Kandidat Andrew Puzder warf hin, weil er im Senat durchzufallen drohte. Er hatte eingeräumt, er habe eine Einwanderin jahrelang als Haushälterin beschäftigt, die sich illegal im Land aufgehalten habe. Trump hatte mehrfach Probleme, seine Wunschkandidaten für Regierungsämter durchzusetzen und musste mit mehreren Personalquerelen kämpfen. So trat der nationale Sicherheitsberater Michael Flynn wegen zweifelhafter Russland-Kontakte zurück. Kürzlich entließ Trump seinen umstrittenen Chefstrategen Steve Bannon aus dem nationalen Sicherheitsrat.

Perdues größte Herausforderungen als Agrarminister sind die niedrigen Getreidepreise und die gesunkenen Einkommen der Farmer, die im vorigen Jahr auf den tiefsten Stand seit 2009 fielen. Zudem haben zahlreiche Landwirte Sorgen, dass die Trump-Pläne für verschärfte Einwanderungsgesetze zu Problemen bei der Suche nach Saisonarbeitern und damit zu höheren Kosten führen.

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