Eine US-Flugzeugträgergruppe ist auf dem Weg zur Koreanischen Halbinsel. Mit der "Vorsichtsmaßnahme" werde die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion gestärkt, sagte ein Sprecher der US-Armee. Nordkorea sei aufgrund seines Raketen- und Atomprogramms die größte Gefahr in der Region.

In einer Mitteilung des US-Pazifikkommandos heißt es, der Flugzeugträger USS Carl Vinson habe Singapur bereits verlassen. Zu dem Verband gehörten auch mehrere weitere Kriegsschiffe und Zerstörer. Ursprünglich sollten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe in Australien Halt machen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf die Regierung in Pjöngjang erhöhe. Analysten werten zudem die US-Luftangriff in Syrien als klare Botschaft an Nordkorea, dass die US-Regierung nicht vor einer militärischen Option zurückschrecke. Nordkorea wiederum hatte gedroht, zu einem "erbarmungslosen Schlag" bereit zu sein, falls das Land von den USA provoziert werde.

Fünf Atomwaffentests seit 2006

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet das Land an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Die kommunistische Regierung hatte am Mittwoch zum wiederholten Mal eine ballistische Testrakete in Richtung offenes Meer feuern lassen. Der UN-Sicherheitsrats verurteilte die Aktion.

Unterdessen haben die USA und Japan sich erneut ihrer engen Zusammenarbeit im Konflikt um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm versichert. Während eines 45-minütigen Telefonats hätten der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und US-Präsident Trump die Wichtigkeit einer engen Koordination bekräftigt, heißt es in japanischen Medien. Das Telefongespräch der beiden Sicherheitspartner erfolgte nach Trumps Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping in Florida.