Die US-Regierung hat angekündigt, im Haushaltsjahr 2017 die Zahlungen an den Weltbevölkerungsfonds (UNFPA) einzustellen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, US-Präsident Donald Trump habe "alle erforderlichen Maßnahmen" innerhalb des gesetzlichen Rahmens angeordnet, um zu verhindern, dass US-Steuerzahler Organisationen oder Programme finanzieren, die "Zwangsabtreibungen und ungewollte Sterilisationen" wie in China unterstützen oder daran teilnehmen.

Die US-Beteiligung an der UNFPA-Finanzierung lag zuletzt bei 32,5 Millionen Dollar. Trump hatte gleich nach Amtsantritt per Erlass staatliche Finanzhilfen für internationale Nichtregierungsorganisationen verboten, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen. Die einbehaltenen Finanzmittel sollen demnach anderen globalen Gesundheitsprogrammen zugutekommen.

Der Fonds wehrte sich in einer Pressemitteilung gegen die "falschen Vorwürfe" der USA. Die Arbeit des UNFPA sei darauf ausgerichtet, die "Menschenrechte von Individuen und Paaren zu fördern, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ohne Zwang oder Diskriminierung". Zugleich bedauerte der Fonds, dass die USA ihren Anteil für "weltweite lebensrettende Arbeit" einstellen. UNFPA habe Zehntausenden Müttern das Leben gerettet und Gewalt gegen Frauen bekämpft.

Die Organisation ist in mehr als 150 Ländern in den Bereichen Fortpflanzungsmedizin und Geburtenkontrolle tätig. Sie erhielt nach eigenen Angaben 2015 Einzahlungen in Höhe von 979 Millionen Dollar.