Seiner persönlichen Fehde mit der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren hat Donald Trump bereits im Wahlkampf Ausdruck verliehen, als er die Politikerin mehrfach "Pocahontas" nannte. Auch als US-Präsident hat er seine bevorzugte Provokation nun wiederholt.

Auf der Jahresversammlung der US-Waffenlobby NRA sagte er, Warren könnte unter seinen Herausfordern bei der nächsten Präsidentenwahl 2020 sein. "Ich habe ein Gefühl, dass ihr in der nächsten Wahl mit Kandidaten überhäuft werdet", sagte Trump. "Es könnte Pocahontas sein, merkt euch das."


Im letzten Wahlkampf hatte sich Trump wiederholt über die teilweise indianische Abstammung der liberalen Senatorin lustig gemacht. Die hatte ihrerseits Trump hart kritisiert. Führer der amerikanischen Ureinwohner haben Trumps Angriffe mit "Pocahontas" als beleidigend und geschmacklos bezeichnet. Einige Demokraten bezeichneten sie als rassistisch.

Elizabeth Warren ist seit 2012 Senatorin für Massachusetts. Die Harvard-Professorin aus Boston ist eine langjährige Kritikerin der Wall Street und der Einkommensungerechtigkeit. Die Juristin ist beliebt und zeigt Konsequenz und Kampfgeist, wenn es um ihre Themen geht. Sie war es, die schon 2007 den Vorschlag machte, ein Consumer Financial Protection Bureau zu schaffen, eine Verbraucherschutzbehörde für Finanzfragen. Drei Jahre später richtete Präsident Obama sie ein.