Die US-Regierung bereitet seismische Erkundungen für mögliche Offshorebohrungen im Atlantik vor. In der betroffenen Region waren solche Bohrungen zur Erschließung von neuen Öl- und Gasfeldern seit Jahrzehnten blockiert. Das Innenministerium erklärte, es prüfe sechs Anträge von Energiefirmen, die von der Vorgängerregierung unter Präsident Barack Obama abgelehnt worden waren.

Umweltorganisationen und viele Abgeordnete der US-Ostküste sind gegen die seismischen Erkundungen, da die lauten Geräusche Meereslebewesen schaden könnten. Die Öl- und Gasindustrie dringt hingegen auf solche Erkundungen, mit denen potenziell geeignete Stellen für Bohrungen aufgespürt werden sollen. Präsident Donald Trump unterzeichnete im April ein Dekret, das eine Ausweitung von Bohrungen in der Arktis und dem Atlantik zum Ziel hat.

Nach dem Willen des US-Präsidenten soll das Innenministerium einen Plan überprüfen, der für fünf Jahre vorschreibt, in welchen Gewässern gebohrt werden darf und in welchen nicht. Der aktuelle Plan gilt für den Zeitraum von 2017 bis 2022.