Am Rande des ersten Treffens von US-Präsident Donald Trump mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdoğan wurden neun Menschen bei einer Demonstration vor der türkischen Botschaft in Washington verletzt. Augenzeugenberichten zufolge griffen Sicherheitsleute Erdoğans vor der Residenz des türkischen Botschafters Demonstranten an, die Fahnen der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) trugen. Nach Angaben von Rettungskräften befindet sich einer der neun Verletzten in kritischem Zustand.

"Wir protestieren gegen Erdoğans Politik in der Türkei, Syrien und dem Irak", sagte Demonstrant Flint Arthur aus Baltimore dem CNN. "Sie glauben, sie könnten dieselbe Art von Unterdrückung der freien Meinungsäußerung anwenden, wie sie es in der Türkei tun. Sie haben uns für ein paar Minuten gestoppt, aber wir blieben und protestierten weiter gegen Erdoğans Regime." Laut Washington Post sei unklar, ob es bei der Demonstration zu Zusammenstößen zwischen Erdoğan-Befürwortern und seinen Gegnern kam.

USA - Treffen zwischen Trump und Erdoğan Der US-Präsident und sein türkischer Amtskollege planen bei ihrem ersten Treffen einen Neustart für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Differenzen gibt es allerdings bei der Syrien-Politik, die USA unterstützen die kurdische Miliz YPG. © Foto: Evan Vucci/ dpa

Bei dem Gespräch der beiden Staatsoberhäupter waren zuvor Differenzen hinsichtlich des Vorgehens in Syrien deutlich geworden. Erdoğan nannte die Pläne der US-Regierung, die syrische Kurdenmiliz YPG als Partner für den Antiterrorkampf in Betracht zu ziehen, "absolut nicht akzeptabel". Trump zeigte sich dennoch zuversichtlich. "Wir hatten eine gute Beziehung und wir werden sie umso besser machen", sagte Trump im Oval Office im Beisein Erdoğans. "Wir freuen uns auf sehr starke und stichhaltige Diskussionen."

Bitte wählen Sie eine Option.
Danke, und willkommen bei „Deutschland spricht“
Viele unserer Leser sind in dieser Frage anderer Meinung als Sie. Wir würden Ihnen gerne noch vier weitere Fragen stellen:
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Und jetzt?
Sie haben uns Ihre Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen genannt. Viele Teilnehmer sind aber bei genau diesen Themen ganz anderer Meinung als Sie. Würden Sie gerne wissen, warum? Dann treffen Sie sich doch einfach!
Lernen Sie am Sonntag, den 18. Juni zwischen 15 und 18 Uhr eine Leserin oder einen Leser von ZEIT ONLINE aus Ihrer Region kennen, der oder die anders denkt als Sie. Machen Sie mit bei „Deutschland spricht!“. Worum geht es? Wir haben nicht zuletzt von den USA gelernt, dass demokratische Gesellschaften sich spalten können. Im schlimmsten Fall verlernen sie, miteinander zu reden. Dann versteht die eine Seite die andere nicht mehr, und beide Seiten tendieren dazu, immer bedingungsloser an Ihren Positionen festzuhalten und immun gegen Argumente zu werden. Wir wollen an einem Tag in diesem Jahr politische Gegner wieder miteinander ins Gespräch bringen. Ein offener Austausch der Argumente in einem echten Zwiegespräch. Von Angesicht zu Angesicht, überall in Deutschland. Wenn Sie dabei sein wollen, können sie sich jetzt anmelden. Wir werden wir für Sie dann in den kommenden Wochen einen Gesprächspartner in Ihrer Region suchen, mit dem Sie sich treffen können.
+ alles anzeigen
Damit wir eine Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner für Sie finden können, beantworten Sie uns bitte einige Fragen.
Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte geben Sie eine gültige Postleitzahl ein.
Fast geschafft ...
Ihre Anmeldung für „Deutschland spricht“ ist fast fertig. Damit ihr Gesprächspartner einen ersten Eindruck von Ihnen machen kann, erzählen Sie doch noch ein wenig von sich:
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie eine gültige Handynummer ein.
Vielen Dank! Wir melden uns, sobald wir einen Gesprächspartner für Sie gefunden haben.

Die USA hat bereits unter Trumps Vorgänger Barack Obama mit der YPG im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Norden Syriens zusammengearbeitet. Nun soll die Miliz erstmals von den USA direkt mit Waffen ausgerüstet werden, um die Offensive auf die IS-Hochburg Rakka zu verstärken, wie die US-Regierung vergangene Woche mitteilte. Die türkische Regierung betrachtet die YPG wegen ihrer engen Verbindung zu der in der Türkei aktiven Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) selbst als Terrorgruppe.