US-Präsident Donald Trump hat die Verbundenheit der USA mit Israel bekräftigt. "Meine Regierung wird immer an der Seite Israels stehen", sagte Trump bei seiner Rede im Israel-Museum in Jerusalem. "Der Bund der Juden mit diesem Heiligen Land ist alt und ewig, er geht Tausende Jahre zurück." Von Israel gehe eine Botschaft der Hoffnung aus, sagte Trump.

Der US-Präsident rief die Welt dazu auf, sich von der historischen Stadt Jerusalem inspirieren zu lassen und konfessionelle und religiöse Spaltungen zu überwinden. Alle zivilisierten Nationen müssten in dem Ziel vereint sein, Terror und Extremismus aus ihrer Mitte zu vertreiben. Trump forderte erneut von Israelis und Palästinensern, sich für einen Friedenskompromiss einzusetzen. "Wir wissen, dass Frieden möglich ist, trotz des Schmerzes und der Uneinigkeit in der Vergangenheit."

Die Rede war der Abschluss von Trumps Besuch in Israel und in den Palästinensergebieten. Nächste Station auf der insgesamt neuntägigen Auslandsreise des US-Präsidenten ist Rom, wo er am Mittwoch Papst Franziskus treffen will.

Zuvor hatte Trump bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem der sechs Millionen Juden gedacht, die von den Nazis ermordet worden waren. Am Morgen hatte er sich im Westjordanland mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. In Bethlehem sprach er mit ihm über eine Erneuerung des Friedensprozesses mit Israel. Trump kündigte an, sich mit ganzer Kraft für den Frieden einsetzen zu wollen. "Ich werde alles tun, um einen Friedensvertrag zwischen Israelis und Palästinensern zu erreichen", sagte er. Ein solches Abkommen werde Frieden im gesamten Nahen Osten fördern. "Das wäre eine erstaunliche Leistung."

"Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum"

Der US-Präsident lobte Abbas und die Palästinensische Autonomiebehörde für ihre Kooperation mit Israel im Kampf gegen den Terror. Er kündigte an, mit den Palästinensern an gemeinsamen Antiterrormaßnahmen arbeiten zu wollen und ihre Wirtschaft zu unterstützen. "Frieden kann nicht in einer Umgebung entstehen, in der Gewalt unterstützt wird."

Abbas forderte erneut einen unabhängigen Staat Palästina in den Grenzen vor 1967, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. "Unser grundsätzliches Problem sind die Besatzung und die Siedlungen sowie die Weigerung Israels, den Staat Palästina anzuerkennen, so wie wir Israel anerkennen", sagte Abbas. "Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum." Freiheit für die Palästinenser sei ein Schlüssel für Frieden und Stabilität in der ganzen Welt. Er werde mit Trump zusammenarbeiten, um ein "historisches Friedensabkommen" mit den Israelis zu erzielen.

Israel hatte während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und den Ostteil von Jerusalem erobert. Über den Gazastreifen hat Israel eine Blockade verhängt, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird. Ost-Jerusalem hat Israel später annektiert. Das Westjordanland kontrolliert es seither weitgehend.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich am Montag mit Blick auf neue Friedensverhandlungen zuversichtlich gezeigt. Der Besuch Trumps in Bethlehem stieß in Israel allerdings auf Missfallen. Der US-Präsident ließ sich davon aber nicht abbringen.