"Was ist der erste Begriff, der Ihnen einfällt, wenn Sie an Donald Trump denken?" Diese Frage stellte die Quinnipiac University US-Wählern in der vergangenen Woche im Rahmen einer Umfrage. Die Worte, mit denen die mehr als 1.000 Befragten den US-Präsidenten beschreiben, zeigen, wie unbeliebt er bei den Wählern ist. So bezeichnen ihn die Befragten am häufigsten als "Idiot", "inkompetent" und "Lügner", gefolgt von den Begriffen "Führer", "unqualifiziert" und "Präsident".

Diese Liste geht einher mit einer Zustimmungsrate Trumps von 36 Prozent – ein Punkt mehr als noch Anfang April, als mit 35 Prozent so wenig Wähler wie noch nie mit der Arbeit des Präsidenten kurz nach der Amtseinführung zufrieden waren. Darüber hinaus charakterisiert ihn in der aktuellen Umfrage eine Mehrheit der Befragten als unehrlich und unvernünftig, ohne Führungsqualitäten und ohne Gespür für die Belange der Durchschnittsamerikaner.

Auch in den einzelnen Politikfeldern erfüllt Donald Trump die Erwartungen der US-Amerikaner nicht. Egal ob mit seinen Entscheidungen und Plänen zu Wirtschaft und Handel, zur Außenpolitik, zu Nordkorea, Russland, zu Terrorismus und zur Einwanderung: Eine – teils deutliche, teils knappe – Mehrheit der Befragten sind mit der Politik des Präsidenten nicht einverstanden.

"Diese Zahlen lassen sich in keiner Weise schönreden", sagt Tim Malloy von der Quinnipiac University, die neben Umfrageinstituten wie Gallup oder die Nachrichtenagentur Reuters regelmäßig landesweit Wähler befragt. Auch Zeitungen wie die New York Times und Washington Post beziehen sich auf die Daten der privaten Hochschule aus Connecticut, wenn sie über die Zustimmungsraten für US-Präsidenten berichten.

Umfrage-Experte Malloy weist insbesondere auf einige Werte hin, die für Trump besorgniserregend sein sollten: Der Präsident verliert zusehends an Unterstützung bei seiner Stammklientel, bei weißen Wählern, vor allem bei jenen ohne Hochschulabschluss, sowie bei unabhängigen Wählern. "Dieser Niedergang – zusammen mit den Sorgen um Trumps persönliche Eignung und der Einschätzung der Wähler, dass die ersten hundert Tage dieser Präsidentschaft misslungen waren – sind Alarmzeichen, die die Regierung nicht so einfach abtun kann", sagt Malloy.

100 Tage Trump - "Es ist peinlich, ein Amerikaner zu sein"