Der Iran hat Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump abgestritten und die milliardenschweren Abkommen der USA mit Saudi-Arabien beklagt. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wies auf Twitter die "Attacken" Trumps gegen sein Land zurück. Trump hatte zuvor dem Iran bei einer Rede in Riad Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen. "Der Iran finanziert, bewaffnet und bildet Terroristen, Söldner und andere extremistische Gruppen aus", sagte der Präsident. Dies gelte vom Libanon über den Irak bis hin zum Jemen.

Zu den Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien im Wert von mehreren Hundert Milliarden Dollar, davon 110 Milliarden für Militärgüter, twitterte Sarif: "Handelt es sich um Außenpolitik" oder wollten die USA Saudi-Arabien "melken"? Der Iran und Saudi-Arabien sind verfeindet. Der saudi-arabische König Salman nannte die Regierung in Teheran die "Speerspitze des Terrorismus". Zugleich äußerte sich Salman entschlossen, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) "auszulöschen". Saudi-Arabien galt lange als einer der größten Sponsoren von Extremisten.

Saudi-Arabien ist die erste Station einer neuntägigen Reise des US-Präsidenten durch den Nahen Osten und Europa. Am Montag wird Trump in Israel erwartet, im Anschluss reist er in die Palästinensergebiete. Weitere Stationen sind der Vatikan, wo er von Papst Franziskus empfangen wird, der Nato-Gipfel in Brüssel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf Sizilien.