UN-Generalsekretär António Guterres hat einen Fünfpunkteplan für den Klimaschutz vorgelegt. "Unsere Welt steckt im Chaos", sagte der Portugiese in einer Rede an einer New Yorker Universität. "Es ist absolut unverzichtbar, dass wir das Abkommen von Paris umsetzen – und diese Pflicht mit erhöhtem Engagement erfüllen."

Sein Vorstoß kommt in der gleichen Woche, in der US-Präsident Donald Trump über den Ausstieg oder Verbleib der USA im Klimaschutzabkommen entscheiden will. Darin hatten sich 195 Staaten im Dezember 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf "deutlich unter zwei Grad" im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen; auch die USA gehören zu den Unterzeichnern. Beim G7-Gipfel in Italien hatte sich Trump geweigert, seine Unterstützung zuzusichern.

"Ein Grund, sich noch stärker zusammenzutun"

Der Generalsekretär deutete bereits an, dass die UN den Klimaschutz auch ohne die USA vorantreiben werden. "Wenn irgendeine Regierung den globalen Willen und den Bedarf für das Abkommen infrage stellt, ist das für alle anderen Grund, sich noch stärker zusammenzutun und auf diesem Pfad zu bleiben", sagte er.

Guterres' Plan sieht verstärkte Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen vor, unter anderem durch die Vereinten Nationen und die Politik. UN und Regierungen müssten besser zusammenarbeiten, um erneuerbare Energien in den einzelnen Ländern zu fördern und nationale Klimaschutzpläne zu erstellen. Für einen effektiven Kampf gegen den Klimawandel müssten außerdem neue Partnerschaften geknüpft werden.

Der UN-Chef sagte, seine Tür sei "immer offen" für all diejenigen, die den "weiteren Weg" diskutieren wollten – "auch für diejenigen, die vielleicht abweichende Perspektiven haben". "Die Klimadiskussion darf kein Schreiduell mehr sein." Er erinnerte daran, dass der Klimawandel wissenschaftlich bewiesen ist und eine allgegenwärtige Bedrohung darstellt.