Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm beunruhigt die westliche Welt, die USA reagieren mit neuen Maßnahmen: Eine Spezialeinheit des Auslandsgeheimdienstes CIA soll die Bedrohung durch das nordkoreanische Atomprogramm und ballistische Raketen bewerten.

"Die Schaffung des Korea Mission Center ermöglicht es uns, die Kapazitäten der CIA gezielter zu verknüpfen und gegen die ernsthaften Bedrohungen vorzugehen, denen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten durch Nordkorea ausgesetzt sind", sagte CIA-Chef Mike Pompeo. Das Zentrum solle eng mit den anderen Geheimdiensten und dem Staatsschutz zusammenarbeiten. Es ist die erste CIA-Spezialeinheit, die sich nur mit einem Land befasst.

Nordkorea ist nach eigenen Angaben jederzeit zu einem neuen Atomtest bereit. Seit 2006 hat das Land eigenen Angaben zufolge fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Das stalinistisch regierte Land nimmt auch immer wieder Raketentests vor und verstößt damit gegen UN-Resolutionen.


Moon Jae will eng mit Trump zusammenarbeiten

Der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm spitzt sich seit Wochen zu. Südkoreas neuer Staatschef Moon Jae In kündigte an, eng mit Donald Trump zusammenarbeiten zu wollen. Beide Staatsschefs hätten in ihrem ersten Telefonat nach seiner Vereidigung am Mittwoch eine "enge Kooperation" vereinbart, teilte der südkoreanische Präsident mit. Für den Frieden würde er "gegebenenfalls sofort nach Washington fliegen", sagte er. Auch nach Peking und Tokio und "unter den richtigen Umständen sogar nach Pjöngjang" wolle er reisen. Moons Ankündigung unterscheidet sich deutlich von der Rhetorik des US-Präsidenten, der seit seinem Amtsantritt im Januar den Druck auf Pjöngjang erhöht. Er hatte auch ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen.

Mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping will Moon sich für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel einsetzen.