Papst Franziskus will US-Präsident Donald Trump trotz unterschiedlicher Ansichten bei den Themen Migration und Klimaschutz offen gegenübertreten. "Es gibt immer Türen, die nicht geschlossen sind", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. "Wir müssen die Türen finden, die zumindest teilweise geöffnet sind, eintreten und über Dinge sprechen, die wir miteinander gemein haben, und vorangehen, Schritt für Schritt." Trump wird für den 24. Mai zu einem Besuch im Vatikan erwartet.

Die Themen würden sich in den Gesprächen ergeben, sagte der Papst. Er werde sagen, was er denke. Dasselbe gelte für Trump. Er wolle sich kein Urteil über Trump bilden, bevor er ihn nicht persönlich angehört habe. "Ich fälle nie ein Urteil über eine Person, ohne sie anzuhören. Ich glaube, dass ich das nicht tun darf."

Trump besucht Franziskus im Rahmen seiner ersten Auslandsreise. Franziskus hatte vor der US-Wahl Trump für dessen Pläne, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, kritisiert und das unchristlich genannt. Trump nannte diese Äußerungen des Papstes "schändlich".