Der Iran wählt einen neuen Präsidenten – erstmals seit dem Atomabkommen mit dem Westen. Die Abstimmung gilt auch als Votum über den Deal, den Amtsinhaber Hassan Ruhani ausgehandelt hatte. Viele sind trotz des Abkommens von Ruhani enttäuscht. Ihnen geht die Liberalisierung des Landes nicht schnell genug, der leichte wirtschaftliche Aufschwung hat längst noch nicht alle Menschen im Land erreicht. Deshalb werden auch Ebrahim Raeissi große Chancen eingeräumt: Der Erzkonservative gilt unter den Kandidaten als größer Widersacher von Ruhani.