Die jüngst von Nordkorea getestete Rakete kann nach Angaben des Landes einen Nuklearsprengkopf tragen. Der Test habe dazu gedient, die technischen Eigenschaften eines neuen Raketenmodells zu untersuchen, das "einen mächtigen und großen atomaren Sprengkopf tragen kann", teilte Nordkoreas Nachrichtenagentur mit.

Das Geschoss namens Hwasong-12 sei nach 787 Kilometern planmäßig im Meer gelandet und habe eine Höhe von 2.000 Kilometern erreicht. Zuvor hatte Japan bereits mitgeteilt, dass die Flugdaten  nahelegten, dass es sich um eine neue Art eines Marschflugkörpers handeln könnte.

Nach dem Test kündigte der UN-Sicherheitsrat eine Dringlichkeitssitzung am Dienstag an. Die USA, Japan und Südkorea hätten die Beratungsrunde beantragt, teilte die UN-Vertretung von Uruguay mit. Das Land hält in diesen Monat den Vorsitz in dem Gremium.

Die Lage in der Region ist bereits nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests Nordkoreas seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. US-Präsident Trump drohte mehrfach mit Alleingängen im Atomstreit mit Nordkorea. Auch schloss er einen Militärschlag nicht aus. Die USA befürchten, dass Nordkorea eines Tages über Atomraketen verfügt, die auch das amerikanische Festland erreichen könnten.