Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Regierung vorgestellt. Die Politiker kommen aus einem breiten Parteienspektrum. So wurde der Sozialist Jean-Yves Le Drian zum Außen- und Europaminister, die liberale Europaabgeordnete Sylvie Goulard zur Verteidigungsministerin und der Konservative Bruno Le Maire zum Wirtschaftsminister. Weiterhin ernannte Macron den amtierenden Bürgermeister von Lyon, Gérard Collomb, zum Innenminister und den Umweltaktivisten Nicolas Hulot zum Umweltminister.

Insgesamt gehören der neuen Regierung 22 Minister und Staatssekretäre an. In ihr sind gleich viele Frauen wie Männer vertreten. Frédérique Vidal wird Ministerin für höhere Bildung, Forschung und Innovation; Laura Flessel wird Sportministerin und Elisabeth Borne Transportministerin. Ein eigenes Ministerium für Frauenrechte wird es nicht mehr geben, dafür wurde Marlène Schiappa Gleichstellungsbeauftragte und Sophie Cluzel Inklusionsbeauftragte. Zur Ministerin für Überseegebiete ernannte Macron Annick Girardin.

Die Kabinettsvorstellung erfolgte drei Tage nach Macrons Amtsantritt. Die erste Kabinettssitzung findet am Donnerstagvormittag statt. Bereits am Montag hatte Macron den moderaten Konservativen Édouard Philippe zum Premierminister gemacht. Der neue Staatschef, der sich als weder links noch rechts ansieht, will mit einem breiten Bündnis bei der Parlamentswahl im Juni eine Regierungsmehrheit für seinen Reformkurs gewinnen.