CDU und SPD werden ihre Regierungskoalition im Saarland fortsetzen. "Wir haben lange und intensive Verhandlungen heute erfolgreich abgeschlossen, so wie wir es uns vorgenommen haben im Zeitplan", sagte die CDU-Landesvorsitzende und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Fast vier Wochen hatten beide Parteien verhandelt.

Kramp-Karrenbauer sagte, sie sei "der festen Überzeugung", eine gute Grundlage für die nächsten fünf Jahre geschlossen zu haben. Die SPD- Spitzenkandidatin im Landtagswahlkampf, Anke Rehlinger, sagte, beide Parteien hätten in einigen Punkten intensiv miteinander gerungen. Zu Inhalten wollten sich die beiden Verhandlungsführerinnen am Abend nicht äußern. Sie verwiesen auf eine gemeinsame Pressekonferenz am Donnerstagmorgen.

Kramp-Karrenbauer, deren Partei bei den Landtagswahlen Ende März die stärkste Kraft wurde, hatte dem SPD-Landesvorsitzenden Heiko Maas zuvor die Verhandlungen über die Bildung einer gemeinsamen Landesregierung angeboten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ebenfalls zu einer großen Koalition im Saarland geraten.

Im Saarland ist eine Koalition aus CDU und SPD praktisch die einzige Möglichkeit gewesen. Einem Bündnis aus SPD und Linken, über das vor der Wahl spekuliert wurde, fehlen im Landtag 2 von 26 benötigten Sitzen. Eine große Koalition würde es auf 41 der insgesamt 51 Sitze bringen.

Im künftigen Vierparteienparlament ist neben CDU, SPD und Linkspartei nur noch die AfD vertreten. Grüne und FDP scheiterten bei den Wahlen im Saarland an der Fünfprozenthürde. Die CDU hatte unerwartet deutlich zugelegt; laut dem amtlichen Endergebnis gewann sie fünfeinhalb Prozentpunkte hinzu und landete mit 40,7 Prozent weit vor der SPD mit 29,6 Prozent. Die Linkspartei mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine kam auf 12,9 Prozent, die AfD auf 6,2 Prozent.

Landtagswahl im Saarland - CDU gewinnt, Schulz-Effekt bleibt aus Für SPD und Linkspartei reichte es nicht nicht für die erhoffte Mehrheit. Wahlsiegerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte eine Fortsetzung der Großen Koalition in Aussicht. © Foto: Boris Roessler/dpa