Russlands Präsident Wladimir Putin hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "kontraproduktiv und gefährlich" bezeichnet, zugleich aber zu einem Ende der "Einschüchterung" des abgeschotteten Landes aufgerufen. "Wir lehnen die Ausweitung des Clubs der Atommächte kategorisch ab", sagte Putin in Peking, wo er am Gipfel zur "Neuen Seidenstraße" teilnahm. Er fügte jedoch hinzu, dass "wir aufhören müssen, Nordkorea einzuschüchtern". Es müsse eine "friedliche Lösung für dieses Problem" gefunden werden.

Nordkorea hatte am Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Wochen eine ballistische Rakete abgefeuert und damit seine Nachbarländer und die USA provoziert. Die USA drohten daraufhin erneut mit einer Verschärfung der Sanktionen. Diese Provokation solle allen Nationen als Aufforderung dienen, "viel stärkere Sanktionen gegen Nordkorea in Kraft zu setzen", teilte das Weiße Haus mit. Nordkorea sei viel zu lange eine offenkundige Bedrohung gewesen. Die USA stünden weiter zu ihrer unangreifbaren Zusage, den Verbündeten Japan und Südkorea beizustehen, hieß es. Präsident Donald Trump könne sich nicht vorstellen, dass Russland über den Test erfreut sei – die Rakete sei näher an russischem als an japanischem Gebiet niedergegangen.

Nordkorea - Neuer Raketentest Pjöngjangs Nordkorea hat erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Sie flog 700 Kilometer weit und stürzte ins japanische Meer. Südkorea reagierte beunruhigt. © Foto: KCNA/Reuters

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Rakete sei 500 Kilometer von seiner Grenze entfernt niedergegangen und habe keine Bedrohung dargestellt. Putin zeigte sich besorgt: Er habe mit Chinas Staatschef Xi Jinping ausführlich darüber gesprochen, sagte ein Sprecher der russischen Regierung. Dabei hätten beide ihre Sorge über die zunehmend angespannte Lage bekundet.

Die Nato hatte den Raketentest Nordkoreas verurteilt. Es handle sich um eine "krasse Verletzung einer Serie von Resolutionen des UN-Sicherheitsrats", sagte eine Sprecherin. Der Raketentest sei "eine Bedrohung für den internationalen Frieden".

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Nordkorea hat seit 2006 nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Tests verstößt Nordkorea gegen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm haben sich seit einigen Wochen verschärft. Es wird befürchtet, dass Pjöngjang einen weiteren Atomtest vornehmen könnte. US-Präsident Donald Trump warnte wiederum wiederholt, die USA würden notfalls im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen. Militärische Maßnahmen schloss er dabei nicht aus.