Der zurzeit ranghöchste US-Diplomat in China ist zurückgetreten. Der Stabschef David Rank habe den Posten aus persönlichen Gründen aufgegeben, sagte die Sprecherin der US-Botschaft in Peking. Laut Medienberichten begründete Rank seine Entscheidung mit der Klimapolitik von US-Präsident Donald Trump. Der Diplomat sei "bestürzt" gewesen über den von Trump beschlossenen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.

Die US-Botschaft wollte nur bestätigen, dass der Karrierediplomat "eine persönliche Entscheidung getroffen" habe. "Wir wissen seine Jahre engagierten Dienstes für das Außenministerium zu schätzen", sagte eine Sprecherin. Rank war 27 Jahre lang im auswärtigen Dienst der USA. Er arbeitete unter anderem in Afghanistan, Taiwan und Griechenland. Die Botschaft in Peking führte er, da der neu ernannte Botschafter Terry Branstad seinen Dienst erst Ende des Monats antreten wird.

Ranks Schritt wurde zuerst von der Internetseite SupChina gemeldet. Trump hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen austreten werden. Die Vorgängerregierung unter Barack Obama hatte im Kampf gegen den Klimawandel mit China zusammengearbeitet. Die USA und China sind die weltweit größten Produzenten von Treibhausgas. Trump hatte mehrmals gesagt, China profitiere mehr von dem Klimaabkommen als die USA. Der chinesische Ministerpräsidenten Li Keqiang hatte bei seinem Besuch in Deutschland angekündigt, China werde sich an die Verpflichtungen des Pariser Klimaschutzabkommens halten.