Der US-Geheimdienst CIA stellt laut Medienberichten seine Unterstützung für syrische Rebellen ein, die gegen den Machthaber Baschar al-Assad kämpfen. Die Hilfe für die Assad-Gegner habe nur eine eingeschränkte Wirkung gehabt, berichten die Washington Post und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Der Effekt sei insbesondere seit dem Einschreiten der russischen Armee an der Seite der syrischen Regierungstruppen gering gewesen.

Laut den Berichten hat US-Präsident Donald Trump bereits vor einem Monat die Entscheidung getroffen, als die USA und Russland gerade eine Waffenruhe im Südwesten Syriens aushandelten. Der Entschluss fiel nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster. Vertreter des Weißen Hauses und der CIA wollten sich nicht äußern.

Durch das Ende der Unterstützung der Rebellen solle das Verhältnis zu Russland verbessert werden, heißt es in den Medienberichten. Die Entscheidung wurde vor knapp zwei Wochen beim G20-Gipfel in Hamburg mitgeteilt, nachdem Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin ihr erstes persönliches Gespräch geführt hatten.

Das Unterstützungsprogramm für die syrischen Rebellen war 2013 unter Trumps Amtsvorgänger Barack Obama gestartet worden. Seitdem wurden Tausende Rebellenkämpfer ausgebildet und bewaffnet. Der Rückhalt für die Rebellen in den USA ließ allerdings nach.

Zum einen gewann für die US-Regierung in Syrien der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an Bedeutung, die auch von Assads Armee bekämpft wird. Zum anderen verloren die Rebellen mit dem Verlust der nordsyrischen Metropole Aleppo an die syrische Armee Ende vergangenen Jahres an Bedeutung.