Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren bis 2040 einstellen. Bei der Präsentation seines Klimaplans sagte er, Frankreich wolle so seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen will Frankreich die eigenen Ziele zum Umweltschutz erhöhen. Bis zum Jahr 2050 soll das Land CO2-neutral werden. Es soll nur so viel desklimaschädlichen Treibhausgases CO2 ausgestoßen werden, wie auch gleichzeitig durch Wälder und Speichertechniken aus der Atmosphäre geholt werden kann.

Verschiedene Autohersteller verfolgten Pläne zur Umsetzung dieses Ziels. Geringverdiener sollen von der französischen Regierung eine Prämie bekommen, um ihre alten Autos gegen neue, saubere Modelle auszutauschen. Bisher gab es nur Steuervorteile für Diesel-Treibstoff.

Der Anteil der Atomenergie könnte mit den Maßnahmen in Frankreich von zurzeit 75 Prozent auf 50 Prozent im Jahr 2025 sinken. Derzeit werden fünf Prozent der Elektrizität in Frankreich in Kohlekraftwerken gewonnen. Die verbleibenden Kohlekraftwerke sollen bis 2022 geschlossen werden.

Mehrere Länder wollen nur noch Elektroautos

Zuvor hatte der schwedische Autohersteller Volvo angekündigt, ab 2019 nur noch Hybrid- oder Elektroautos zu produzieren und anzubieten. Auch andere Länder streben das Ende des Verbrennungsmotors an: Indien plant, schon ab 2030 nur noch Elektroautos neu zuzulassen. Norwegen hat sich sogar vorgenommen, dass ab 2025 alle Neufahrzeuge emissionsfrei sein sollen.

Greenpeace kritisierte Hulots Vorhaben: "Unsere Erwartungen sind nicht erfüllt, was die Art angeht, wie die Ziele erreicht und die teils ehrgeizigen Versprechen eingehalten werden sollen." WWF-Frankreich-Chef Pascal Canfin äußerte sich jedoch positiv: "Frankreich beschleunigt, und das ist eine gute Nachricht."

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte zu Hulots Vorhaben: "Die französische Regierung beweist Entschlossenheit und Weitblick. Für die französische Autoindustrie ist das ein deutliches Signal, was der hiesigen Industrie noch immer fehlt."