Japan und die USA wollen stärker zusammenarbeiten, um den Druck auf Nordkorea auf "sichtbare Weise" zu erhöhen. Der japanische Verteidigungsminister Itsunori Onodera deutete an, dass damit möglicherweise mehr Manöver beider Streitkräfte gemeint sein könnten. Er habe sich darüber mit US-Verteidigungsminister James Mattis am Telefon verständigt. Die japanische Regierung will außerdem erreichen, dass die Sanktionen gegen Nordkorea verschärft werden. Der japanische UN-Botschafter Koro Bessho sagte, es sei eine "starke Resolution" nötig und er werde sich dazu mit den USA abstimmen.

Das Bündnis der japanischen Regierung mit den USA sei eine "ernsthafte Bedrohung" für die koreanische Halbinsel und beschleunige "die Selbstzerstörung" Japans, schrieb die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Japan dürfe nicht weiter blind der USA folgen.

Nordkorea hatte am Dienstag eine Rakete über japanisches Gebiet hinweg geschossen und mit weiteren Tests gedroht. Zuletzt hatte eine nordkoreanische Rakete im Jahr 2009 Japan überquert. Japans Regierungschef Shinzo Abe hatte von einer "beispiellosen und ernsthaften" Bedrohung gesprochen. International wurde der Abschuss verurteilt.

Laut der KCNA hat Nordkorea den 29. August bewusst ausgewählt, um an den 107. Jahrestag des japanisch-koreanischen Abkommens von 1910 zu erinnern, auf dessen Grundlage Japan die koreanische Halbinsel kolonisierte.