Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge damit begonnen, den Endverbleib exportierter Waffen zu kontrollieren. Die erste Überprüfung sei positiv ausgefallen, sagte der Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Andreas Obersteller, der Rheinischen Post. Die Bafa-Kontrolleure hätten den Käufer von 30 Präzisionsschützengewehren in Indien besucht – und alle Waffen noch "am vorgesehenen Ort" gefunden. 

Die Kontrollen sollen verhindern, dass Waffen über Umwege etwa in den Händen von Terrorgruppen oder totalitären Regimen landen. In der derzeitigen Pilotphase konzentriere sich das Bafa auf kleine und leichte Waffen sowie bestimmte Schusswaffen wie Pistolen, Revolver und Scharfschützengewehre, sagte Obersteller. Die Kontrollen fänden nur in Drittländern statt, die weder zur EU noch zur Nato gehören. Waffen exportiert Deutschland in diese Länder nur, wenn sich die Empfänger mit den Kontrollen einverstanden erklären. 

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) verwies in der Zeitung darauf, dass Deutschland als erstes Land in der EU solche Kontrollen vornehme. Damit habe die Regierung die schärfsten Regeln für Kleinwaffenexporte geschaffen, die es in Deutschland je gab.