Der Personenschutz des US-Präsidenten Donald Trump stößt wegen der intensiven Bewachung an die Grenzen seiner Kapazitäten. 1.000 Agenten des Secret Service hätten bereits jetzt das staatlich erlaubte Jahresmaß an Überstunden und zusätzlicher Bezahlung erreicht, sagte der Chef der Behörde, Randolph Ailes, der Zeitung USA Today. Grund sei die Größe von Trumps Familie und deren zahlreiche Wohnsitze.

"Der Präsident hat eine große Familie, und unsere Pflichten sind gesetzlich geregelt", sagte Ailes. "Ich kann es nicht ändern. Ich kann da nichts machen." Im Vergleich zu früher ist die Arbeit dem Bericht zufolge durch das Reisen und die Überlastung so viel anstrengender geworden, dass dem Secret Service die Mitarbeiter weglaufen. Die Mittel seien so knapp, dass sogar geleistete Mehrarbeit nicht für alle ausgeglichen werden könne, hieß es.

Der seit Januar amtierende US-Präsident reiste bisher fast jedes Wochenende auf seine Anwesen in Florida, New Jersey oder Virginia. Der Secret Service gewährt auch Trumps erwachsenen Kindern bei deren Geschäfts- und Urlaubsreisen Schutz. Insgesamt ist er für die Bewachung von 42 Angehörigen der Trump-Regierung verantwortlich, darunter 18 Mitglieder der Präsidentenfamilie. Unter Barack Obama mussten 31 Menschen aus seinem Umfeld geschützt werden.

Für die Sicherheitsmaßnahmen während der UN-Vollversammlung im kommenden Monat in New York mit 150 Staatschefs ist ebenfalls der Secret Service zuständig. Ailes sagte, er stehe in Verhandlungen mit führenden Kongressmitgliedern, um die Obergrenze für Gehälter und Überstunden anzuheben.