Die USA haben bei den Vereinten Nationen offiziell ihren Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen eingereicht. Das Außenministerium in Washington teilte mit, dass den UN eine entsprechende Erklärung übermittelt worden sei. Der formale Prozess des Ausstiegs ist aber erst später möglich, das Außenministerium geht dabei von November 2019 aus.

Die US-Regierung erinnert in der Erklärung an die erklärte Bereitschaft von US-Präsident Donald Trump zu weiteren Klimaverhandlungen, "sollten die USA Bedingungen vorfinden, die günstiger für ihre Wirtschaft, Arbeiter, das Volk und die Steuerzahler sind". Die USA unterstützten eine "ausgewogene Herangehensweise" an eine Klimapolitik, die Emissionen senke, aber gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und Energiesicherheit ermögliche.

Trotz ihres angekündigten Rückzugs aus dem Pariser Klimaschutzabkommen werden die USA  weiterhin an internationalen Klima-Verhandlungen teilnehmen. Man werde insbesondere an der kommenden jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen, der COP23 in Bonn, teilnehmen, hieß es aus dem Außenministerium.

Der Klimapakt sieht klare Ziele für die Begrenzung der gefährlichen Erderwärmung vor. Der Ausstieg der Vereinigten Staaten – weltweit nach China zweitgrößter Produzent von Treibhausgasen – ist ein großer Schlag gegen das internationale Regelwerk. Die Unterstützer befürchten, dass Trumps Alleingang eine Kettenreaktion auslöst und sich auch andere der 195 Unterzeichner vom Klimaschutz verabschieden.  Trumps Forderung nach Neuverhandlung wurde von den wichtigsten Unterzeichnerstaaten eine klare Absage erteilt.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte, der Generalsekretär heiße jegliche Bemühungen willkommen, falls sich die USA in das Pariser Abkommen doch erneut einbringen wollten. "Es ist wichtig, dass die USA ein Anführer bei den Themen Klima und nachhaltige Entwicklung bleiben."

Der Rückzug aus dem Abkommen aus dem Jahr 2015 soll voraussichtlich am 4. November 2020 wirksam werden. Das ist einen Tag nach der nächsten Präsidentenwahl in den USA. Präsident Trump hatte den Ausstieg aus dem Klimaabkommen bereits Anfang Juni verkündet.