US-Präsident Donald Trump will im November erstmals seit seinem Amtsantritt die Volksrepublik China besuchen. Auch den traditionellen US-Verbündeten Südkorea und Japan werde er im Rahmen der geplanten Asienreise Besuche abstatten, kündigte Trump an. Möglicherweise werde er auch zum Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsrats (APEC) nach Vietnam reisen.

Mit einem Besuch in China würde Trump den Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping erwidern: Trump hatte den Präsidenten der Volksrepublik im April in seiner Privatresidenz in Florida empfangen. Nach diesem Treffen milderte Trump seine scharfe chinakritische Rhetorik aus dem Wahlkampf deutlich ab.

Im Wahlkampf hatte Trump der Volksrepublik immer wieder unfaire Handelspraktiken vorgeworfen. Er sieht in der Volksrepublik den Hauptverantwortlichen für das gigantische Handelsdefizit der USA. Im Wahlkampf drohte Trump deshalb mit einem Strafzoll von 45 Prozent auf chinesische Waren. Diese Drohung hat er seit Amtsantritt allerdings nicht wiederholt.

In den vergangenen Wochen stimmten sich die Regierungen in Washington und Peking darüber ab, was das Vorgehen gegen Nordkorea angeht. Das Regime in Pjöngjang hatte nach eigenen Angaben Anfang September eine Wasserstoffbombe gezündet. Seitdem haben sich auch die Drohungen zwischen den USA und Nordkorea verschärft. Trump ermahnte auch China immer wieder, seinen Verbündeten Nordkorea stärker unter Druck zu setzen als bislang.

Nordkorea verstößt mit seinen Atom- und Raketentests gegen die Beschlüsse der Vereinten Nationen. Das Land hat auch den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt und verweigert sich jeglichen Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Inzwischen hat sich auch China gegen den einstigen Verbündeten gestellt: Der UN-Sicherheitsrat stimmte in dieser Woche für schärfere Sanktionen gegen Nordkorea – auf Antrag der USA und mit Zustimmung Chinas.