Nach den Naturkatastrophen in mehreren US-Regionen sollen die Betroffenen jetzt Unterstützung vom Staat erhalten: Das US-Repräsentantenhaus stimmte für die Freigabe von 36,5 Milliarden Dollar (30,8 Milliarden Euro). 353 Abgeordnete stimmten dafür, 69 dagegen. Dem Gesetz muss nun noch der Senat zustimmen.  

Die Hilfszahlungen sollen etwa zur Hälfte von der US-Katastrophenschutzbehörde Fema und vom nationalen Hochwasserversicherungsprogramm verwaltet werden. Die Weinregion in Nordkalifornien, die derzeit von schweren Waldbränden zerstört wird, soll 576 Millionen Dollar bekommen.

Puerto Ricaner sollen Lebensmittel erhalten

Auch das US-Außengebiet Puerto Rico wird Geld erhalten – dort hatten Politiker und Bewohner kritisiert, dass sie auch drei Wochen nach Hurrikan Maria mehr Spott als Unterstützung von US-Präsidenten Donald Trump bekämen. Auf der Karibikinsel leben 5.700 Menschen in Notunterkünften; für sie sind Lebensmittellieferungen in Höhe von 1,27 Milliarden Dollar vorgesehen.

Trump hatte vorige Woche mitteilen lassen, er werde beim Kongress eine Nothilfe von 29 Milliarden Dollar für die Insel beantragen. Zuvor hatte er via Twitter noch mitgeteilt, die Infrastruktur des US-Außengebietes sei schon vor dem Hurrikan ein "Desaster" gewesen. Und die US-Katastrophenschutzbehörde und die Armee könnten nicht "für immer" in Puerto Rico helfen. Die Bürgermeisterin der Inselhauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz, antwortete auf demselben Kanal: Trump verhalte sich nicht wie ein "Chefkommandeur", sondern wie ein "Chef-Hasser".