Der Iran erfüllt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seine Verpflichtungen aus dem 2015 geschlossenen Atomabkommen. Das geht aus dem jüngsten Quartalsbericht der Behörde hervor. Darin bescheinigt die IAEA dem Land unter anderem, kein Uran zu einem höheren Grad als zugelassen angereichert zu haben. Außerdem legte der Iran demnach keine illegalen Vorräte von schwach angereichertem Uran oder Schwerwasser an.

US-Präsident Donald Trump hatte im Oktober einen härteren Umgang mit dem Iran und neue Strafmaßnahmen gegen seine Regierung angekündigt. Außerdem verweigerte er die Bestätigung, dass das Land die Vereinbarungen aus dem Atomabkommen einhält. Der US-Kongress muss in den kommenden Wochen entscheiden, ob er die auf Grundlage des Atomabkommens ausgesetzten Sanktionen wieder in Kraft setzt.

Trump will über das Abkommen neu verhandeln. Er drohte damit, die Vereinbarung von 2015 zu einem späteren Zeitpunkt aufzukündigen. Die iranische Regierung drohte für den Fall weiterer US-Sanktionen ihrerseits mit der Aufkündigung des Abkommens. Die EU steht hinter dem Abkommen und will bei den US-Kongressabgeordneten dafür werben, an der Vereinbarung festzuhalten.

Der Iran schloss das Atomabkommen mit der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland ab. Mit der Vereinbarung verpflichtete sich das Regime in Teheran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug werden Strafmaßnahmen, die wegen des iranischen Atomprogramms verhängt worden waren, schrittweise aufgehoben. So erhielt der Iran unter anderem wieder Zugang zu internationalen Finanzmärkten, außerdem darf er Öl nach Europa exportieren.