EU-Ratspräsident Donald Tusk und die britische Premierministerin Theresa May treffen sich, um über die Bedingungen des Brexits zu sprechen. Bis 2019 will Großbritannien aus der Europäischen Union aussteigen, unter welchen Bedingungen, ist allerdings umstritten.

Die EU hatte der britischen Regierung eine Frist gesetzt, um bei den Verhandlungen auf die EU zuzugehen. Gibt es laut EU bis Mitte Dezember einen "ausreichenden Fortschritt" bei zentralen Trennungsfragen, können die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen beginnen.

Die EU fordert, dass Großbritannien alle finanziellen Verpflichtungen aus der Zeit der EU-Mitgliedschaft erfüllt. Irland verlangt Garantien, dass keine feste Grenze zum britischen Nordirland errichtet wird. Außerdem verhandeln die Parteien über die zukünftigen Rechte der rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und der 1,2 Millionen Briten, die in Europa leben.

Ob May neue Angebote mitbringt, ließ sie bei ihrem Eintreffen in Brüssel offen. Sie wiederholte lediglich, dass Großbritannien auch künftig eine enge Partnerschaft mit der EU wünsche und die Verhandlungen darüber nun beginnen müssten.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht Bewegung bei den bislang sehr zähen Gesprächen mit Großbritannien. "In welche Richtung weiß ich nicht, aber ich hoffe, in die gute Richtung", sagte Juncker. Er werde die britische Premierministerin am 4. Dezember treffen. "Dann werden wir sehen, ob es ausreichenden Fortschritt gibt." Seit fünf Monaten wird nun über den Brexit verhandelt.