Bei einem Selbstmordanschlag im nigerianischen Mubi sind mindestens 50 Menschen getötet worden. Bei dem Attentäter handelt es sich laut Polizeiangaben um einen Jugendlichen. Er sei während des Morgengebets in eine Moschee eingedrungen und habe sich inmitten der Gläubigen in die Luft gesprengt. Hinter dem Anschlagen wird die islamistische Terrormiliz Boko Haram vermutet.

Mubi liegt im Bundesstaat Adamawa im Nordosten Nigerias. Die Region ist besonders häufig Ziel von Terroranschlägen. Erst vor einer Woche waren bei vier Anschlägen in Maiduguri im benachbarten Bundesstaat Borno mindestens 14 Menschen getötet worden. Insgesamt sind bei Attentaten von Boko Haram im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Gebieten seit 2009 mindestens 20.000 Menschen getötet worden. 2,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht, darunter nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks 1,4 Millionen Kinder.


Boko Haram versucht mit Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen einen islamischen Gottesstaat in Nigeria durchzusetzen. Laut dem Internationalen Terrorismus-Index ist die Zahl der Toten zuletzt insgesamt gesunken. Als Grund wird das militärische Vorgehen gegen die Gruppierung genannt.