Carter Page, der als außenpolitischer Berater Donald Trumps während des Präsidentschaftswahlkampfs tätig war, soll sich während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr mit russischen Regierungsvertretern getroffen haben. Das berichtete die New York Times unter Berufung auf eine Aussage, die Page jüngst vor einem US-Kongressausschuss gemacht haben soll. 

In zahlreichen Medieninterviews der vergangenen Monate habe Page dagegen entweder dementiert, russische Regierungsvertreter während einer Moskaureise im Juli 2016 getroffen zu haben, oder er habe gesagt, er sei überwiegend mit Wissenschaftlern zusammengekommen. Nun sagte er der Times, er habe ein paar Leute kurz begrüßt. "Das war's." Eine der Personen sei hochrangig gewesen. Page nannte aber nicht ihren Namen.

Page habe mindestens einem Mitarbeiter des Wahlkampfstabs eine E-Mail geschickt, in der er seine Erkenntnisse nach Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern und anderen Personen geschildert habe, zitierte die Times einen Insider. Dem Bericht zufolge wurde die E-Mail am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit während einer Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses laut vorgelesen. Dieser untersucht, ob Russland versucht hat, die Präsidentenwahl zugunsten Trumps zu beeinflussen, und ob es möglicherweise Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam gegeben hat.

Die Affäre war zuletzt wieder massiv in den Vordergrund gerückt, nachdem Sonderermittler Robert Mueller Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort und einen weiteren Berater wegen Geldwäsche angeklagt hatte.