Vom hohen Norden Israels schlängelt sich der Jordan durchs Land, über den See Genezareth bis zum Toten Meer, nach 251 Kilometer endet seine Reise. Der Fluss kennt Geschichten von der Taufe Jesu, von fruchtbarem Land, von den Menschen an seinen Ufern – und seit Jahren auch von Dürre und Trockenheit. An einigen Stellen ähnelt der einst so mächtige Jordan heute eher einem Rinnsal, der Wasserspiegel des Toten Meers fällt in jedem Jahr durchschnittlich einen Meter. Auch der See Genezareth, der größte Wasserspeicher Israels, hat so wenig Wasser wie noch nie.