Die US-Regierung hat Sanktionen gegen fünf iranische Firmen verhängt. Sie sollen am Raketenprogramm des Irans beteiligt sein. "Diese Sanktionen zielen auf wichtige Akteure des iranischen Raketenprogrammes ab, das dem Regime des Irans wichtiger ist als das wirtschaftliche Wohlergehen des iranischen Volkes", sagte der Finanzminister Steven Mnuchin. Bei den Industrieunternehmen handele es sich um Tochtergesellschaften der Shahid Bakeri Industrial Group (SBIG).

Die SBIG produziert laut der US-amerikanischen Organisation Nuclear Threat Initiative (NTI) Artillerieraketen und steht unter Sanktionen der USA sowie der Vereinten Nationen. Die NTI setzt sich international für eine nukleare Abrüstung ein.

Die nun beschlossenen Strafmaßnahmen sehen vor, dass die Vermögenswerte der fünf Unternehmen in den USA blockiert werden, US-Bürger dürfen künftig keine Geschäfte mit ihnen machen. Ausländische Einrichtungen, die das tun, können vom US-Finanzsystem ausgeschlossen werden. Diese Strafmaßnahmen hätten aber laut Mnuchin nichts mit den derzeitigen Protesten im Iran zu tun. Weitere Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen würden kommen, sagte Mnuchin.

Zu den Demonstrationen hat der UN-Sicherheitsrat für Freitag um 15 Uhr Ortszeit eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. Die Sondersitzung war von den USA beantragten worden. Die US-amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley sagte, sowohl im Sicherheitsrat als auch im UN-Menschenrechtsrat in Genf müssten die Festnahmen und Toten im Zusammenhang mit den Protesten im Iran thematisiert werden.

Zuvor hatte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, der iranischen Regierung vorgeworfen, den Fluss von Informationen zu begrenzen, Redefreiheit einzuschränken und verhindern zu wollen, dass die Welt Zeuge von Unterdrückung werde. Iraner, die sich an den Festnahmen oder Tötungen von Demonstranten beteiligten, würden zur Rechenschaft gezogen werden. "Den Opfern des Regimes rufen wir zu: 'Ihr werdet nicht vergessen.'"