Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini möchte Europa und Kuba näherbringen. Bei einem Besuch in Havanna hat sie sich für offene Beziehungen zu der sozialistischen Karibikinsel ausgesprochen. "Manche wollen Kuba isolieren. Wir Europäer, im Gegenteil, zeigen, dass wir näher denn je bei euch sind", sagte sie.

Dabei erwähnte Mogherini bei ihrer Ansprache die USA nicht. Doch ihre Kommentare können durchaus als Kritik am US-Handelsembargo gegen Kuba verstanden werden. "Im Gegensatz zu jenen, die Mauern bauen und Türen schließen, wollen wir Europäer über Kooperation und Dialog Brücken bauen und Pforten öffnen", sagte sie.

Der derzeitige US-Präsident Donald Trump bemühte sich in den vergangenen Monaten, die Entspannungspolitik seines Vorgängers Barack Obama gegenüber der Karibikinsel zu bremsen. Europa hingegen stärkte seine Beziehung zu Kuba mit einem Rahmenabkommen für politischen Dialog und Zusammenarbeit. Uneinigkeit besteht allerdings weiterhin beim Thema Menschenrechte: "Der Dialog über Menschenrechte hat es uns erlaubt, das Thema sowohl in Europa als auch in Kuba zu besprechen", sagte Mogherini. "Es gibt aber noch Differenzen bei unseren Vorstellungen."