UN-Generalsekretär António Guterres hat sich erfreut über die Gespräche zwischen Nord- und Südkorea gezeigt. Vor allem die militärischen Gespräche seien wichtig: "Die Wiederaufnahme und Stärkung dieser Kanäle ist entscheidend, um das Risiko von Fehlkalkulationen und Missverständnissen zu verringern und Spannungen in der Region zu reduzieren." Doch auch Nordkoreas Plan, im Februar an den südkoreanischen Winterspielen teilzunehmen, sei erfreulich.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach von einem ermutigenden Signal. Sie hoffe, dass dies "ein Baustein für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel" werde und den Weg zu einem breiter angelegten, glaubwürdigen und substanziellen Dialog ebne. Ziel sei die völlige, überprüfbare und unumkehrbare Entnuklearisierung der Halbinsel.

Unterhändler beider Seiten waren zuvor erstmals seit zwei Jahren zu Gesprächen im Grenzort Panmunjom zusammengekommen. Eine Diskussion seines Atomprogramms hatte Kim Jong Uns Regime jedoch abgelehnt. In den vergangenen Monaten hatten die Spannungen wegen der Raketen- und Nukleartests des Nordens vor allem mit den USA zugenommen.

Moon zu Treffen mit Kim Jong Un bereit

Südkorea verlangt weiterhin von Nordkorea, auf Atomwaffen zu verzichten. Die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei ein grundlegendes Ziel, das niemals aufgegeben werde, sagte Präsident Moon Jae In auf seiner Neujahrspressekonferenz. Das Thema könne bei Gesprächen über eine Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht ausgeklammert werden. Zudem drohte er mit weiteren Sanktionen, sollte es von Nordkorea neue Provokationen geben.

Moon zeigte sich bereit für ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Dies gelte aber nur, wenn es bei dem möglichen Gipfel der beiden Länder einen Erfolg gebe und bestimmte Bedingungen erfüllt würden. Er werde sich für weitere Gespräche und Kooperation einsetzen, um den Atomkonflikt zu lösen. 

USA bleiben skeptisch

Die USA warnten vor einem zu großen Entgegenkommen gegenüber dem Regime in Pjöngjang. Gemeinsam mit der südkoreanischen Regierung werde das Weiße Haus dafür sorgen, dass durch Nordkoreas Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Südkorea nicht gegen die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen Nordkorea verstoßen werde, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Washington, Heather Nauert.

Aus China und Russland waren bereits zuvor positive Reaktionen gekommen. "Nur über einen solchen Dialog ist eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel möglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. China hoffe, dass das erste offizielle Treffen der beiden Staaten seit zwei Jahren nur der Anfang sei, um die Spannungen auf der Halbinsel zu lösen, sagte Außenamtssprecher Lu Kang.